20 Jahre Tierphysiotherapie in Deutschland:

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Wie es begann

Anfang der 90er-Jahre konfrontierten Physiotherapeuten Frau Dr. Alexander mit der Frage „Warum massiert ihr Tierärzte eigentlich keine Tiere?“.

Nun wurde dies damals weder an den deutschen Universitäten gelehrt noch gab es Fortbildungsangebote dazu. Auch gab es keine deutschsprachige Fachliteratur, nur Einiges aus England.

Jetzt für dieses Thema interessiert, begann Frau Dr. Alexander sich privat von Physiotherapeuten ausbilden zu lassen. Parallel dazu begann die Arbeit an einem physiotherapeutisches Lehrbuch, das 1999 erschien und inzwischen in 2. Auflage vorliegt.

Und am 15. Mai 1995 war es dann soweit: Die die erste Tiermassagepraxis eröffnete neben der eigentlichen Tierarztpraxis Dr. Alexander in Berlin-Steglitz.

Inzwischen reagierte auch die Bundestierärztekammer (BTK) und begann unter Mitarbeit von Frau Dr. Alexander mit dem Entwurf für einen Weiterbildungsgang physikalische Therapie/Physiotherapie für die gleichnamige Zusatzbezeichnung.

1999 übernahm Frau Dr. Alexander die Leitung des Weiterbildungsganges der BTK/Akademie für tierärztliche Fortbildung, der somit nach Berlin wechselte.

Seit 2005 werden auch die Tierarzthelferinnen bzw. Tiermedizinischen Fachangestellten über die Berliner Symposien in diesem Gebiet von ihr aus- und weitergebildet.

Inzwischen haben mehrere Hundert Kollegen dieses Fortbildungsangebot angenommen und wir haben heute die Zusatzbezeichnung „Physikalische Therapie/Physiotherapie“ für Tierärzte in allen Tierärztekammern.

Unter den weitergebildeten Tierärzten sind einige konsequent den Weg der Spezialisierung gegangen und haben ausschließlich oder zumindest überwiegend physiotherapeutisch ausgerichtete Praxen gegründet.

Allerdings ist in Deutschland aufgrund des sehr liberalen Heilberufegesetz die Bezeichnung „Tierphysiotherapie“ nicht geschützt, so dass wirklich jeder dies für sich in Anspruch nehmen kann: Neben den Human- Physiotherapeuten, die inzwischen einen eigenen Fortbildungsgang „Tier-Physiotherapie“ über ihren Zentralverband belegen können, gibt es auch eine deutlich größere Anzahl Laien, die ebenfalls sogenannte Tierphysiotherapiepraxen betreiben.


Was bringt die Zukunft

Fachlich geht der Trend zu intensivierter manueller Therapie über gute Fortbildungsangebote in Osteopathie und Chiropraxis sowie ausgefeilten technischen Anwendungen wie einer neuen Generationen von Unterwasser- Laufbändern, therapeutischen Ultraschallgeräten und Therapie mit Vibrationsgeräten.